Compliance & Investigations.
Compliance-Management, interne Untersuchungen und Krisenberatung — pragmatisch, prüfungsfest und partnergeführt.
Einordnung
Vorbeugen ist günstiger.
Compliance ist kein Bürokratiethema — sie entscheidet im Ernstfall über Bußgelder, Reputation und persönliche Haftung. Gute Compliance ist im Alltag unsichtbar und im Krisenfall belastbar.
Wir konzipieren, prüfen und verteidigen Compliance-Systeme für Mittelstand, Konzerne und Private-Equity-Portfoliogesellschaften — und untersuchen Vorfälle vertraulich.
Leistungsspektrum
Was wir für Sie übernehmen.
01
Compliance-Management-Systeme
Aufbau, Bewertung und Optimierung nach IDW PS 980 und ISO 37301.
02
Interne Untersuchungen
Diskrete Sachverhaltsaufklärung bei Verdachtsfällen — gerichtsfest dokumentiert.
03
Sanktionen & Exportkontrolle
EU-Sanktionen, Embargos, BAFA-Verfahren, Screening-Prozesse.
04
Geldwäscheprävention
GwG-Pflichten, KYC, Schulung, MaRisk und MaComp.
05
Lieferkettensorgfalt
LkSG-Risikoanalyse, Beschwerdemechanismen, Berichterstattung.
06
Hinweisgebersystem
HinSchG-konformer Aufbau und Fallbearbeitung.
Für wen wir arbeiten
Mandanten, die Klarheit suchen.
- Mittelständische Unternehmen
- Konzerntöchter
- PE-Portfoliogesellschaften
- Vorstände und Geschäftsführer
- Compliance-Beauftragte
- Aufsichts- und Beiräte
Unser Ansatz
Wie wir arbeiten.
Praxistauglich
Compliance muss im Unternehmensalltag funktionieren. Wir entwickeln Lösungen, die akzeptiert, verstanden und gelebt werden.
Präventiv
Wir etablieren Frühwarnsysteme, die Risiken frühzeitig erkennen und Eskalationen verhindern, bevor sie entstehen.
Haftungsorientiert
Wir schaffen Strukturen, die Geschäftsleitung, Vorstand und Aufsichtsorgane wirksam entlasten und persönliche Haftungsrisiken minimieren.
Belastbar
Prozesse, Richtlinien und Dokumentation gestalten wir so, dass sie auch gegenüber Aufsichtsbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichten Bestand haben.
Prozess
Vom ersten Gespräch bis zum Abschluss.
I
Risk Assessment
Risikolandkarte, Gap-Analyse, Priorisierung.
II
Design
Policies, Prozesse, Kontrollen.
III
Implementierung
Schulung, Tools, Kommunikation.
IV
Monitoring
Audits, Reporting, Verbesserung.
V
Reaktion
Untersuchung, Sanktion, Remediation.
Einblick
Klarheit in wenigen Minuten.
Compliance-Management, interne Untersuchungen und Krisenberatung, partnergeführt.
FAQ
Häufige Fragen.
Sie haben eine konkrete Frage? Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Was versteht man unter Compliance im Unternehmenskontext?
Compliance bezeichnet die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, interner Richtlinien und ethischer Standards durch ein Unternehmen und seine Mitarbeitenden, um Risiken wie Bußgelder, Haftung oder Reputationsverlust zu vermeiden.
Welche Rechtsbereiche umfasst Compliance typischerweise?
Relevante Bereiche sind unter anderem Korruptions- und Bestechungsprävention, Wettbewerb, Datenschutz, Kartellrecht, Arbeitsrecht, Exportkontrolle, Geldwäscheprävention und IT-/Datensicherheit.
Warum ist Compliance nicht nur eine Rechtsfrage, sondern auch eine Managementaufgabe?
Compliance betrifft interne Strukturen, Entscheidungsprozesse und Unternehmenskultur; sie erfordert operative Implementierung, Schulung, Kontrolle und regelmäßige Anpassung an neue Risiken oder Regularien.
Wann sollte ein Unternehmen ein Compliance-Management-System (CMS) einführen?
Ein CMS sollte eingeführt werden, sobald rechtliche Risiken, Mitarbeiterzahl, Geschäftsprozesse oder internationale Aktivitäten ein erhöhtes Gefährdungspotenzial begründen – also frühzeitig, um Haftungsrisiken zu minimieren.
Was sind typische Bausteine eines wirksamen Compliance-Management-Systems?
Zentrale Bausteine sind: Risikobewertung, Policies & Codes, Schulungen, Berichtskanäle (Speak-Up), Monitoring und Audit, Sanktionsmechanismen, incident investigations und kontinuierliche Verbesserung.
Was ist eine Compliance-Risk-Assessment und warum ist sie wichtig?
Eine Compliance-Risikoanalyse identifiziert und bewertet Risiken in Geschäftsprozessen, Produkten oder Märkten, um gezielt präventive Maßnahmen zu priorisieren und Ressourcen effizient einzusetzen.
Wer sollte in einem Unternehmen für Compliance verantwortlich sein?
Typischerweise wird Compliance durch einen Chief Compliance Officer (CCO) oder eine Compliance-Funktion im Vorstand/Management getragen, unterstützt von funktionalen Owners in den Fachbereichen.
Was ist der Unterschied zwischen Compliance und Internem Kontrollsystem (IKS)?
Compliance bezieht sich auf Recht und Integrität, während ein IKS die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und ordnungsgemäße Geschäftsprozesse sicherstellt. Beide Systeme sind komplementär, aber verschieden in Zweck und Fokus.
Warum braucht Compliance eine organisatorische Verankerung im Unternehmen?
Nur wenn Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Eskalationswege formal geregelt sind, kann Compliance nachhaltig funktionieren und nicht „als Marke“ ohne Wirkung bleiben.
Was ist ein Compliance-Code (Code of Conduct)?
Ein Compliance-Code ist eine verbindliche Sammlung ethischer Grundsätze und Verhaltensregeln, die für alle Mitarbeitenden gelten, z. B. zu Interessenskonflikten, Geschenken, Zuwendungen oder Datenverarbeitung.
Wie werden Compliance-Richtlinien wirksam kommuniziert und implementiert?
Compliance-Policies müssen verständlich, zugänglich und regelmäßig geschult werden; zudem braucht es Nachweise über Teilnahme und Verständnis (Training Certificates, E-Learnings).
Warum sind Hinweis- und Meldesysteme zentral für Compliance?
Meldesysteme ermöglichen Mitarbeitenden, rechtswidriges Verhalten oder Risiken anonym oder geschützt zu melden, bevor sie zu erheblichen Schäden eskalieren. Sie sind ein Frühwarn- und Schutzmechanismus.
Welche rechtlichen Anforderungen gelten an Hinweisgebersysteme?
Hinweisgebersysteme müssen Vertraulichkeit, Schutz vor Repressalien und nachvollziehbare Fallbearbeitung gewährleisten; in der EU gibt es hierzu Mindeststandards (Hinweisgeberrichtlinie).
Welche Konsequenzen drohen bei Compliance-Verstößen?
Folgen können sein: Bußgelder, straf- und haftungsrechtliche Risiken für Unternehmen und Verantwortliche, Reputationsschäden, Vertragsstrafen oder Wettbewerbsnachteile.
Was bedeutet „Compliance-Durchsetzung“ und wie wird sie sichergestellt?
Compliance-Durchsetzung bedeutet, Verstöße zu identifizieren, zu untersuchen und konsequent zu sanktionierensowie Lerneffekte zu implementieren. Dies erfolgt durch Monitoring, interne Audits, Fallanalysen und disziplinarische Maßnahmen.
Was sind interne Untersuchungen und wann werden sie durchgeführt?
Interne Untersuchungen sind strukturierte Sachverhaltsaufklärungen innerhalb eines Unternehmens, die durchgeführt werden, wenn Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße, Pflichtverletzungen, strafrechtlich relevante Handlungen oder sonstige Unregelmäßigkeiten vorliegen. Sie dienen der internen Aufklärung und Risikosteuerung.
Welche Ziele verfolgen interne Untersuchungen typischerweise?
Ziele sind insbesondere die Feststellung des tatsächlichen Sachverhalts, die rechtliche Bewertung möglicher Verstöße, die Vorbereitung von Abhilfemaßnahmen sowie die Reduzierung von Haftungs-, Sanktions- und Reputationsrisiken gegenüber Behörden, Geschäftspartnern und Gesellschaftern.
Welche Rolle spielt die Datensicherung bei internen Untersuchungen?
Die frühzeitige und strukturierte Sicherung relevanter Daten ist zentral, um Beweise zu erhalten und Manipulation oder Datenverlust zu vermeiden. Dazu zählen insbesondere E-Mails, Dateien, Chats, Server- und Cloud-Daten sowie mobile Endgeräte.
Wie erfolgt die Beschaffung und Auswertung von Informationen rechtssicher?
Die Beschaffung und Auswertung von Informationen im Rahmen interner Untersuchungen muss stets im Einklang mit Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Persönlichkeitsrechten sowie anderen Rechten Dritter erfolgen. Dabei ist regelmäßig zu prüfen, welche Daten erhoben, ausgewertet und weitergegeben werden dürfen und in welcher Form. Ob und in welchem Umfang gewonnene Erkenntnisse prozessual verwertbar sind, wird stets im Einzelfall geprüft. Die Frage der Beweisverwertung ist daher kein nachgelagerter Schritt, sondern wird bereits bei der Konzeption und Durchführung der Untersuchung antizipiert, um spätere Verwertungsrisiken zu minimieren und rechtliche Grenzen einzuhalten. In der Praxis kann es erforderlich sein, Dokumente oder Kommunikationsinhalte zu schwärzen, um nicht relevante oder besonders schutzwürdige Informationen (z. B. private Inhalte, Drittbezüge oder personenbezogene Daten Unbeteiligter) auszuklammern. Auch der Umgang mit Ton- oder Audioaufnahmen ist besonders sensibel, da deren Erhebung und Verwertung rechtlich problematisch sein kann.
Wann ist es sinnvoll, externe Forensik- und Ermittlungs-Partner einzubinden – insbesondere für „Asset Location / Asset Tracing“ und Vollstreckung?
In komplexen wirtschaftlichen Streitigkeiten und internen Untersuchungen reicht die reine Aktenlage oft nicht aus, weil entscheidende Informationen außerhalb der eigenen Systeme liegen oder Vermögenswerte gezielt „verschoben“ werden. In solchen Fällen ist die Einbindung spezialisierter Forensik- und Ermittlungs-Partner besonders sinnvoll – etwa zur Datensicherung und -analyse (z. B. forensisches Imaging, Auswertung großer Kommunikations- und Dokumentenbestände) und zur Asset Location / Asset Tracing (Auffinden von Vermögenswerten, Rekonstruktion von Eigentums- und Kontrollstrukturen, Identifikation von begünstigten Personen oder Zieljurisdiktionen). Gerade bei grenzüberschreitenden Konstellationen kann Asset Tracing zudem strategisch klären, ob sich ein Verfahren wirtschaftlich lohnt, wo Ansprüche am effektivsten durchgesetzt werden und wie eine spätere Vollstreckung eines Urteils oder Schiedsspruchs tatsächlich erreichbar ist (z. B. über Vermögensaufdeckung, Ownership-Evidence, Vorbereitung von Sicherungsmaßnahmen). Deshalb arbeiten wir in entsprechenden Fällen mit einem Netzwerk an bewährten Forensik- und Investigation-Spezialisten zusammen und steuern diese Arbeit eng in die rechtliche Strategie ein – von der frühen Risiko- und Durchsetzbarkeitsanalyse bis zur streitigen Durchsetzung und Vollstreckung.
Wie werden große Datenmengen im Rahmen interner Untersuchungen ausgewertet?
Bei umfangreichen Datenbeständen kommen zunehmend technische Analysewerkzeuge und KI-gestützte Softwarelösungen zum Einsatz, die helfen, relevante Inhalte effizient zu identifizieren, Muster zu erkennen und Prioritäten zu setzen.
Welche Vorteile bietet der Einsatz von KI-Software bei internen Untersuchungen?
KI-gestützte Systeme ermöglichen eine schnellere, strukturierte und nachvollziehbare Auswertung großer Datenmengen, reduzieren manuelle Sichtungen und unterstützen die Fokussierung auf relevante Dokumente und Kommunikationsstränge.
Wie werden die Ergebnisse interner Untersuchungen genutzt?
Die Ergebnisse dienen als Grundlage für interne Maßnahmen, etwa organisatorische Anpassungen, arbeitsrechtliche Schritte oder Compliance-Verbesserungen, und können zugleich für die Kommunikation mit Aufsichts- oder Strafverfolgungsbehörden relevant sein.
Compliance, die trägt.
Sprechen Sie uns an — wir analysieren Ihre Situation und entwickeln pragmatische Lösungen, die im Ernstfall halten.
